Adriaan Roland Holst
Adwaita
Aegidius
Ashetu, Bernardo
Bloem, Jacques
de Haan, Jakob Israel
Jan Hanlo
Kopland, Rutger
Kouwenaar, Gerrit
Revius
de Ridder
Roland Holst, Adriaan
Roland Holst, Henriette
van Schagen, J. C.
Scheepmaker, Nico
Gedichte in niederländischer Sprache sind im deutschen Sprachgebiet ziemlich unbekannt. Vielleicht vermittelt dieses Blog etwas vom Flair der Poesie im niederländischen Sprachgebiet. "<" und ">" bzw. "Ältere Posts", "Neuere Posts" führen zu vorhergehenden bzw. folgenden Beiträgen.
Mit Anna Bijns lernten wir eine glühende Vertreterin des Katholizismus in Flandern kennen, gleichzeitig eine der einflussreichsten und am meisten gedruckten literarischen Persönlichkeiten der damaligen Niederlande. Bijns (1493-1575) blieb dem Katholizismus ihr Leben lang fest verbunden. Nicht ganz so standfest erwies sich Jonker Jan Baptista van der Noot, er konnte es vielleicht auch nicht sein, die Zeiten hatten sich geändert und waren womöglich noch gefährlicher geworden. Van der Noots Sinnspruch "Tempera te Tempori "passte gut zu seinem Leben und kann sogar frei übersetzt als Anspielung auf seinen Namen betrachtet werden: "Mach aus der Not eine Tugend".
Van der Noots Dichtkunst machte die Niederlande mit neuen Formen der Poesie bekannt, wie dem Sonett, der Ode, dem Jambus und dem Alexandriner. Ihm war sehr bewusst, dass er neue Formen der Poesie anwendete. Er verfügte über eine gehörige Portion Standesdünkel und wurde nicht von übertriebener Bescheidenheit geplagt. Fast ausnahmslos ließ er sich mit dem Lorbeerkranz des Poeta Laureatus abbilden, in der Nachfolge von Dante und Petrarca.
Ode
Jonker (d.h. Junker) Jan van der Noot war Sohn einer einflußreichen adeligen und gut katholischen Antwerpener Familie. Er war hervorragend ausgebildet, kannte sich in Latein, Italienisch, Spanisch, Englisch und Deutsch aus und beherrschte Französisch ebenso gut wie Niederländisch. In seinen jüngeren Jahren trat er zum Calvinismus über und nahm am calvinistischen Bildersturm in Antwerpen (1566-1567) teil, wohl in der Hoffnung, standesgemäß Markgraf von Antwerpen werden zu können.
Die Spinne
Der silbern wogende Schoß,
mein Liebes, das jungfernhaft heile Netz,
das grauenhaft schöne Trauungsbett
das Fanggespinst des Todes -
ich hab' es gesponnen zwischen den Bäumen,
zwischen Sonne und Erde gestreckt
und überall, wo ich entdeckte
deine süß-summenden Wanderträume.
Ich fange dich auf im wiegenden Bett
Oh Wunde in meinem Jungfernnetz,
Oh Liebes, verloren in meinem Schoß,
Oh wildes Ringen in Liebesnot -
ich wickle dich ein in Seidengewalt,
ich halte mit tausend Armen dich umkrallt,
ersticke dich im Kokon aus Glut,
ich trinke dein sanftes weißes Blut,
das rinnend schwallt und schreit -
und sattgetrunken auf der Nabe
meines zerrissenen Totenrades
ich lieg' gerädert und befreit.
Anna Blaman (1906-1960)
aus: Anna Blaman over zichzelf en anderen (1963)
Übersetzung Jaap Hoepelman, Februar 2024
Ich hab mal über Pieter Cornelis Boutens geschrieben und seine Angst, sich zu dem zu bekennen, was er war. Er verneinte lebenslänglich vehement der Autor der offenherzigen "Nachgelassenen Strophen des Andries de Hoghe" zu sein, aus denen ein Fragment an einige Zeilen der "Spinne" erinnert:
Anna Bijns
um 1545
"Doch scheint Martin van Rossem der beste von zweien"
Martin van Rossem, inmitten seiner Mörderbande,
Hat schon viele schöne Häuser niedergebrannt.
Aber stelle einmal Luthers Treiben daneben:
Durch ihn sind Kirchen, Klausen, Klöster überrannt,
Manch braver Leute Kind - die Zahl ist unbekannt -
Aus den Klöstern gejagt, dem Verfall preisgegeben,
Rauben müssen sie und stehlen, um zu überleben,
Einige von ihnen tun mit beim Rossemschen Gelichter.
Doch warum allein bei Rossem ein Geschrei erheben?
Zeigt nicht Luther eine weit schlimmere Geschichte?
Mache die Augen auf, ich kenne Dich zwar nicht,
Du, der Rossem tadelst und Luthers Lob will sprechen, ***
Doch Schaue hin auf alles, was dieser Prediger verrichtet:
Größer als Rossems sind lutherische Verbrechen.
Ist es Dir auch gleich, was falsch ist und was wahr,
Diese eine Wahrheit kannst Du nicht verneinen:
Tugend fehlt den beiden Martins ganz und gar,
Doch van Rossem, Martin, scheint der bessere von zweien.
Jacob van Maerlant, um 1230 - 1290
Im berühmten „Binnenhof“, dem heutigen Regierungsviertel in Den Haag, befindet sich der altehrwürdige Ridderzaal (Rittersaal).
Das monumentale Gebäude ist bis heute in Gebrauch: Jedes Jahr am dritten Dienstag im September verliest das niederländische Staatsoberhaupt hier am Prinsjesdag die Thronrede.
aabaabaabaabb.1626 - die erste persische miniatur in den Niederlanden Der Krug gefüllt...und Fürst Mahmud regiert, die Harfe klingt...und David psalmodier...