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Donnerstag, 29. Januar 2026

Gedicht des Monats

 

(1863-1919)

Lange prallt, ein Ball aus Klang, der Knall vom Schuss
von Wand zu Wand im Bergwald in der Runde:
Das Tier, vom falsch-unsichtbaren verwundet,
kriecht um den Rand der Höhle in den schrägen Lichtfluss;

und schmerzhaft zieht es, das Gelenk zerbrochen,
hinkend, die dünne rote Spur hinter sich her;
tief, weg vom Wald, weit weg von wo es sich ernährt
dort stirbt's im Dunkeln und verwest bis auf die Knochen.

Den, der voller Zukunft wandert in der Wildnis
junger Gefühle, trifft manchmal einer, der sich sicher ist
vom wohlgezielten Wort, dort wo es drückt:

Für's Unglück, hinterrücks gegeben,
geflüchtet in den Untergrund des Lebens
findet er nicht heraus; und wird verrückt.


In: Brahman I (1919)

 "Lang rolt"


Namen in diesem Blog



 
"hoffentlich wird's nicht poetisch"


Achterberg, Gerrit
Adriaan Roland Holst
Adwaita
Aegidius
Andreus
Ashetu, Bernardo
van Eeden, Frederik




Van Maerlant und Reineke Fuchs

 Van Maerlant, aus den "Wundern der Natur": "Von fremden Ländern und Menschen" und "Die Tierwelt".


      Van Maerlant. Die Wunder der Natur                                                             


Willem die Madocke maecte: "Reineke Fuchs", in einer vollständige Version.

Reineke Fuchs oder van de vos Reynaerde 

 


Gedicht des Monats

  Johan Andreas dèr Mouw  (1863-1919) Lange prallt, ein Ball aus Klang, der Knall vom Schuss von Wand zu Wand im Bergwald in der Runde: Das ...