Ich habe in diesem Blog bereits verschiedene Gedichte von Piet Paaltjens (1835–1894) übersetzt, der ohnehin zu meinen absoluten Lieblingsdichtern des 19. Jahrhunderts gehört. Als ich vor Kurzem in Marita Mathijsens Blog die Beschreibung ihres Besuchs an Paaltjens Grabstätte in Schiedam las – und wie sie auf dem Grabstein einige Rosen sowie eine Kopie der Snikken en Grimlachjes fand, aufgeschlagen bei einer der Immortellen, dort hinterlegt von einer Schulklasse –, entschied ich mich spontan, die alten Übersetzungen noch einmal nach vorne zu stellen.
So wie ich einmal liebte,
So liebte auf Erden noch niemand,
Nur, dass ich, wohin ich mich wandte,
Nur Herzen aus Eis und aus Stein fand.
Es erstarb mein Glauben an Freundschaft,
Weder Hoffnung noch Liebe bestand,
Und so, wie mein Herz dann hasste,
So hasste auf Erden noch niemand.
Manch düsteres, bitteres Lied
Den Weg aus der Brust in die Welt fand;
So düster und bitter ich sang,
So sang hier auf Erden noch niemand.
Bis ich dann das immerfort Hassen,
Das Singen und Weinen als öde empfand.
Ich schwieg und so wie ich jetzt schweige,
So schwieg hier auf Erden noch niemand.
(Übersetzung Jaap Hoepelman Dezember 2025)

