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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Vroman. Der große Garten.


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 Leo Vroman

 2003
Der große Garten

Die Verfassung der Erde
kannst du am Rande
von Wegen und Pfaden
aus Blumen und Pflanzen
jetzt schon erraten:

Das Gras hier, weswegen?
Weil einer soeben
irgendwann, meinetwegen
vor hunderten Jahren
vorbei ist gefahren,
einen Eimer mit Asche
hat ausgewaschen.

Warum dort die Pflanzen?
Weil dort wohl ein Tantchen
auf einer Decke saß
und Beeren aß.

Hier wurde gehustet,
hier gerostet, dort geblutet,
bevor nicht die Erde
den Frieden erklärte.

Wo einst die Mauern
der Städte standen
verstummten die Münder
verstummten Kulturen,
man findet nur
noch Blumenspuren

Spielende Schauer
aus Wind und aus Regen
werden die Wege
wie Wasser verwischen;
doch ist es geschehen
wird das Blumenkleid,
aus der Ferne gesehen, 
zeigen vielleicht
Zeichen, ob wir lebten
auf diesem Planeten.

Leo Vroman
Aus „Tweede Verschiet“, 2003

De grote tuin

(Übersetzung J. Hoepelman
Januar 2017)

Vroman. An einen Freund.

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An einen Freund

Ach, lasst uns keine Zeit verderben,
wer von uns zwei zuerst wird sterben;
wir sollten auch das Reden lassen
darüber, wie wir heuchelten und hassten.
Hören wir die Lerche singend schweben,
wird uns ihr Gott all das vergeben,
und solange wir die Kirschenblüte sehen,
sind, was wir taten, kleinere Vergehen.
Lasst uns das uns getane Leid vergessen,
all das kann sowieso nur Gott vermessen
und lasst uns keine Zeit verderben,
wer von uns zwei zuerst wird sterben.


Leo Vroman
Aus: 126 gedichten (1965)

Aan een vriend

(Übers. Jaap Hoepelman Febr. 2017)

Vroman. Psalm zur Schmelze.

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 Leo Vroman
2003


EIN PSALM ZUR SCHMELZE

Jetzt wo ich weiss, dass
turmhohe Zapfen, die das Menschengewusel
in all den Büros
der Chefs und Chefinnen,
die Liebe und Unfähigkeit
im Innern weder fühlen noch hören,
dass die zusammenschmelzen können
und in wenigen Sekunden
Gespräche verwandeln
in Schmorfleisch,
und dass die hasserfüllte Hitze
die ganzen guten Leute
umsetzen kann in eine
dicke, weiße Wolke
die etwas später, salzig weich
friedlich herunter rieselt wie ein grauer Pelz,
so dass die nun nutzlosen
Tische uns Stühle, Tassen und Teller
zu mopsigen Geschöpfe mutieren,
und außerhalb der Stadt, weit draußen,
im Gras, das verlassene Spielzeug,
der Staub spricht weiter
über die
über denen er soeben war.
Ich weiß es jetzt System:
Nichts weiß ich mehr.



Aus: "Tweede Verschiet",
Herausgeber Querido, 2003

Een psalm voor het smelten

(Übersetzung Jaap Hoepelman Dez. 2016)

Dienstag, 2. Oktober 2018

Vroman. Deus sive Natura.

Afbeeldingsresultaat voor swammerdam spinoza

Wir leben in nicht besonders guten Zeiten, und der Hinweis, dass es früher nicht besser war, ist auch nicht gerade „zielführend“, wie man heute so sagt – egal, was mit „Ziel“ gemeint ist. Die Religion jedenfalls ist nicht unbedingt ein friedenstiftender Faktor. Für Vroman sind nicht die offiziellen Bekenntnisse, sondern ist alles in der Natur, ja die Natur selbst, heilig, sogar die eigenen Eingeweide.
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 Gott ist eben überall, oder anders gesagt, alles ist göttlich – „Deus sive Natura“, um mit Spinoza fast naturwissenschaftlich zu sprechen.

 Image from Swammerdam's Book of nature

Das heißt nicht, dass das Denken über Gott oder Natur dadurch einfacher wird. Vroman vergleicht seine Gedanken mit Nachtfaltern, die hoffnungslos gegen eine Scheibe prallen. Sein Gedicht „Nacht“ ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit Nijhoffs „Lied der törichten Bienen“. Das große Licht ist tödlich für kleine Insekten wie uns.
Vromans "Ich Jude?" und "Nacht" passen somit vom Thema her gut zusammen in einen Beitrag.

Leo Vroman
1995

Ich Jude?

Einen Jesusmäßigen Schlamassel
hast Du uns eingebrockt, o Herr.
Jude, Christ, Muslim: frommes Gescherr
hat uns, Sanftgläubigen, die Religion vermasselt.

So züchtet jede Gruppe einen Berg Verletzter,
verbunkert hinter stahlbesetzten
Rändern, wo Blindheit nicht als Mangel gilt
und Wahnsinn aus gerissenen Zähnen quillt.

Während ich glaube, dass alles heilig ist.
Sogar die eignen Eingeweide.
Wo keine Zelle und kein Atemzug je sicher ist,
kann ich von meinem Fleisch nicht scheiden.

„Psalmen“ 1995,
übersetz. J. Hoepelman Nov. 2016

Ik Jood?

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Leo Vroman
1964

Nacht

Tiefer vornüber kann ich mich nicht beugen
über den Rand der Welt, unterbelichtet.
Mit dem Gesicht auf blinde Finsternis gerichtet,
kann ich mich von Gottes Glanz nicht überzeugen.

Die fernste Näherung betracht' ich in den vielen
Gedanken, die ich sende in die Leere;
nur selten, dass sie wiederkehren,
doch ich verliere mich verbissen spielend

in meinem Schmerz, der sich zur Lust betäubt,
wenn ihre Wiederkehr, grausam versehrt,
ich als ein Zeichen Seines Daseins werte:
Dort gibt es eine Wand auf die, wer gläubig
fliegt zu Seinem Licht, geblendet prallt.

Vielleicht gibt in der stillsten Nacht
Er auf das kranke Flattern acht,
dass wie mein Denken raschelnd auf Sein Fenster knallt.

Aus: 262 gedichten
Querido 1964

(Übersetzung Jaap Hoepelman 2017)

Nacht

Vroman. Für wen dies liest.

 Afbeeldingsresultaat voor ik heb je zo lief vroman

 "Für wen dies liest" ist eines der früheren Gedichte Vromans. Im Jahr 1949 waren Vroman und Tineke Sanders gerade 2 Jahre verheiratet, endlich vereint, nachdem sie, endlich vereint, nachdem sie sich 1938 verlobt hatten, aber seit 1940 durch Vromans Internierung in japanischer Gefangenschaft getrennt gewesen waren.. Die Intensität und der feierliche Ton des Gedichts spiegeln diese tiefe Erleichterung wider: Es ist eine Liebeserklärung an Tineke.
. Der Titel jedoch beinhaltet mehr. "Für wen dies liest"... das sind Sie, lieber Leser, der Sie die gedruckten Lettern gerade vor Augen haben. Der Dichter versucht intensivst mit Ihnen in Verbindung zu treten, und bittet um Vergebung für seine Verletzlichkeit. Und doch, und zugleicherzeit...jetzt muss ich um Verzeihung bitten dafür, dass ich Sie mit einer Besonderheit der niederländischen Grammatik behelligen muss. Das Gedicht spricht zu einem Leser, der durchgehend mit "Gij", der gebeugten Form "U" (großgeschrieben) angesprochen wird. "Gij/U" sind hochgradig formell und feierlich. Gott spricht man so an. Die intime Form ist "jij/je". Und genau diesen Wechsel vollzieht Vroman in der letzten Zeile. Ich zeige hier die 5 letzten Zeilen auf Niederländisch, um die Wirkung dar zu stellen:

....
....
tenzij Gij door de liefde zijt gedreven. ("Gij", "zijt" - beides gehoben)

Lees dit dan als een lang verwachte brief,
en wees gerust, en vrees niet de gedachte
dat U door deze woorden werd gekust:("U" - wiederum gehoben)
Ik heb je zo lief. ("je" - intim)


Jetzt haben wir aber ein Problem im Deutschen: Den Gegensatz "Gij" - "jij" gibt es nicht, man muss sich mit „Ihr/Euch“ (Ihrzen) und „Du“ behelfen, was hier aber steif klingen würde. Dadurch kommt die auf Einmal hereinbrechende Intimität - ist das Gedicht nicht doch eine Liebeserklärung an Tineke, oder an beide, Leser und Tineke? - leider im Deutschen leider nicht voll zur Geltung. Ich musste mich mit "Du/Dich" - "dich" behelfen. Ich hoffe, Sie fühlen sich trotzdem angesprochen...

Tineke Vroman-Sanders (1921-2015) war antropologin und eine eigenständige Schriftstellerin. Sie und Leo Vroman blieben ihr ganzes Leben zusammen. Davon berührende Zeugnisse in einigen späteren Posts. Als Dichterin veröffentlichte sie anfänglich unter ihrem Mädchennamen, Georgine Sanders.



Leo Vroman
1949


Für wen dies liest

Zum Lesen geb' ich Dir gedruckte Zeichen,
doch mit dem warmen Mund kann ich nicht sprechen,
die heiße Hand durch das Papier nicht stecken;
was kann ich tun? Ich kann Dich nicht erreichen

O, wenn ich trösten könnte, könnt ich weinen.
Komm, leg' Deine Hand auf das Papier; auf meine Haut;
erweiche dieses fremde durch den Druck Versteinern
des geschriebenen Wortes, oder sag es laut.

Manche Verse hab' ich schon geschrieben,
manch einem bin ich fremd geblieben
und den Gekränkten weiß ich nichts zu geben:
Liebe ist das einzige.

Liebe ist es meistens auch gewesen,
die mir den Schreibstift in der Hand bewegte
bis ich mich schlafend über die Worte legte,
die Du jetzt wach wirst lesen.

Ich möchte unter dieser Seite sein
quer durch die Lettern des Gedichts
schauen in Dein lesendes Gesicht
und schmachten nach dem Schmelzen Deiner Pein.

Weck bitte diese Worte nicht vergebens,
sie können sich ihr Nacktsein nicht vergeben;
und dass Dein Blick ihr Innerstes nicht streift
wenn Dich nicht Liebe dazu treibt.

Lies dies dann, wie den lang ersehnten Schrieb,
und sei beruhigt, und fürchte den Gedanken nicht,
dass Du von diesen Worten wirst geküsst:
Ich habe dich so lieb.

(Überstzung J. Hoepelman
2017)

Voor wie dit leest

Montag, 1. Oktober 2018

Vroman. Hirn und Zeit.

Der kühle Blick eines Biologen...


Leo Vroman
2003

Die Kugel

Die Kugel zieht ein heißes Loch
und fräst sich in das Großhirn ein
wo die Quell' hätt' sollen sein
der späteren Persönlichkeit
Hinten erlebt das Kleinhirn noch
die gegenwärtige Zeit


Aus: 'het liegend konijn', 2003.


De Kogel

Übersetzung J. Hoepelman 2017

Vroman. Die zwei Gedanken.

 Afbeeldingsresultaat voor vroman de twee gedachten


 Quantenphysik? Intuitionismus? Hauptsache - eine Aspirine liegt griffbereit.

Leo Vroman
1962

Die zwei Gedanken

Ein Denker dacht' mit leiser Kabale
zwei Gedanken auf einem Male.

Da die zwei heraus nicht kamen
fehlte ihm für sie der Name.

Nennen wir sie Plos und Faus
(denn so sahen sie auch aus)...

Faus war 60 angström groß
doch dünner als der krumme Plos

Es fiel nicht auf wie sie bei Tage
auf- und durcheinander lagen

In der Ruhe dann der Nacht,
lagen sie lang ausgedacht,

kriegten sich dann in die Haare
es war schon ziemlich festgefahren

der Denker dadurch Mümmeln machte
und mit Schmerz im Kopf erwachte

Somit stand neben seinem Bette:
a) Glas Wasser b) Tablette

er goss und krümelte sie fein
durch das Haupt in sich hinein

und bald ging so für Plos und Faus,
und für andere, die Lampe aus.

Später tat sie ihnen Leid,
diese Widersprüchlichkeit.

„Warum denkt“ sagten sie zweisam
„er uns immer nur gemeinsam?“

Hätt' abwechselnd er gedacht
wär' an jeder zweiten Nacht
gern' ich wieder neu erdacht.“

Dem Denker ist nun alles klar,
er denkt abwechselnd an das Paar.

Jetzt schläft er immer zeitig ein
lässt sogar das Frühstück sein.

Moral

an manchem Tag in jedem Jahr
ist wohl fast alles einmal wahr.


Aus: Fabels. Met prenten van Peter Vos.
Amsterdam, Querido, 1962.
Übersetzung J. Hoepelman

De twee gedachten

Vroman. Erfass' ich was.

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Das Gefühl, etwas neu entdeckt zu haben, oder einen neuen Zusammenhang begriffen oder gesehen zu haben, oder einen bekannten Zusammenhang neu zu erfahren, dass es einem ganz anderscht wird...kennen Sie das? Vroman, der Wissenschaftler, hat es dargestellt. Wir und die Welt um uns herum, die Tiere zumal, hängen enger zusammen als auf den ersten Blick sichtbar is. Der Gedichtband in dem "Erfass' ich was" aufgenommen ist, heißt nicht umsonst "Dierbare ondeelbaarheid" - "Teure Unteilbarkeit" (mit Wortspiel auf "Dier" -  "Tier").

Vroman, Spinoza 1
Vroman, Spinoza 2


Leo Vroman


Erfass' ich was

Wenn ich mein Können überdehne
kann ich den Boden mit den Sohlen fassen
schießt mir ein Kribbeln durch die Venen
und ich begreife: Jetzt erfass' ich was.

Manchmal können mir die Tränen kommen,
nicht durch die Dinge, die jetzt neu verstanden sind -
ich habe was mir nicht gehört genommen
und freue mich darüber wie ein Kind

Und wenn ich mit Natur Natur betrüge,
umarme ich Natur und wenn ich sie belüge,
umarme ich nur Dinge, die ich die liebsten find'.

Wie sie, zum Beispiel, Vögeln Flügel gab,
wie diese Ärmchen sich bewegen,
und dass auch ich ja solche Ärmchen hab'.


Uit: Dierbare ondeelbaarheid. Gedichten.
Querido, Amsterdam, 1989

Begrijp ik wat

Übersetzung J. Hoepelman
2017

Vroman. Biologie für die Jugend.


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Vroman betrachtete sich als Wissenschaftler, als Biologe. Folgerichtig beschäftigt er sich in vielen seiner Gedichte mit dem Thema. Im "Biologie für die Jugend" versucht er den lieben Kleinen die Biologie etwas näher zu bringen. Wie "Ein Wackler" hat auch dieses Gedicht etwas Beunruhigendes. Es hat sogar das Potenzial, nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene beim Nachdenken über den merkwürdigen Kloß zwischen unseren Schultern um den Schlaf zu bringen. Ohne Hermetik, natürlich, passend für einen Biologen.

Leo Vroman

Biologie für die Jugend
Kopfhaar ist ein Knollengewächs.
Knöllchen hast du in der Haut,
woraus ein zähes Herbstgras wächst,
regelmäßig angebaut.
Und jede Knolle ist ein Klümpchen
aus oh wohl tausend Zellen.
Studiertest du Histologie,
du müsstest die allesamt zählen.
Ich aber sage dir nur dies:
Dass unter Haar und Schädelbein
Milliarden Zellen stecken
und jede Zelle kann alleine
Tausende Gedanken wecken.
(Dies Freund, soll dir zum Zeichen sein:
Das Ding ist häufig nicht ganz dicht,
das hört man dann, wenn einer spricht.)
Ein Haar aus deinem Wunderhaupt
gerissen, wäre es direkt dem Hirn
entsprossen,
hätte ein kleines Klümpchen dir,
mit Myriaden von Gedanken,
jäh entrissen;
und könnt' dein weiches Hirn ich streicheln
wie deinen kleinen Scheitel jetzt,
dann würde das, was du empfändest
zehn Billionen Bildern gleichen.

Nimmt diese Aussicht dir die Ruh,
lasse dein Schädelkästchen zu.

uit: Gedichten 1946-1984

Übersetzung J. Hoepelman, 2017

Biologie

Vroman. Ein Wackler.



Leo Vroman (1915-2014)


Die ganze Breite von Vromans Dichtkunst möchte ich gerne am nächsten Gedicht "Ein Wackler" ("Een klein draadje") demonstrieren. Es ist lustig, es ist virtuos, jeder kann es lesen und verstehen und es ist unheimlich. Kann ich bezeugen.Vroman war Biologe...das sieht man auch.

Leo Vroman (1915-2014)
 1960

Ein Wackler

Mit diesem Kopf passiert noch was.
Die Fresse klebt mir viel zu feist
am fetten Schädelkasten fest.
Bestimmt passiert noch was.

Wenn je die Schmerzkiste zerbricht,
wie einen abgeschmeckten Brei
legt sie mein Hirn auf einmal frei.
Am Boden liegt Gedankenschmalz vergossen,
doch der Tod hat meinen Mund verschlossen.
durch den Tod mit Sicherheit
sterb ich in Scheinheiligkeit.

Vom Tode werd'ich gerne übermannt,
ich hab mehr Angst um den Verstand.

Ich fürchte die Armee von Spinnen, 
die Nervenzellen tief dort drinnen.

Das fürchterliche Netz der Netze
erfüllt mich schlichtweg mit Entsetzen.

Was z.B. kann passieren,
wenn zwei Drähte sich berühren,
kontaktieren sich unsichtbar
in der Tiefe unterm Haupthaar,  
während ich nach au 
ßen hin im Laden
friedlich Fleisch und Grünzeug kau
fe...

Keine Blitze, keine Funken.
Jemand fragt: Ist der betrunken?

Plötzlich vor der Tür zuhau
-se 
mit Sechstau-
send Suppendos
-en 

Und sagt meine liebe Frau
Hase, was ist mit dir los?
Dann sage ich wir wollen essen
o nein, ich hab die Supp vergessen

Wird es beim Dichten mir passieren, 
wie prrrp ich Leute informieren,
dass es keine Genialitä
t, sondern prrrp wackel oder verdre
ht? Ein Wackler, der den Strom aufsürpt 
von mürf Gedanken gürpt

und Kürpschluss führt zum Brürf -

Brarp! Hürf! Hürf!

Aus: De Ontvachting, 1960

draadje

Übersetzung J. Hoepelman 2016

Khayyam und Huygens

1626 - die erste persische miniatur in den Niederlanden Der Krug gefüllt...und Fürst Mahmud regiert, die Harfe klingt...und David psalmodier...