Tote sind freundlich. Sie sind immer zuhause,
gastfreundlich immer, egal wann wir kommen
(Mein Großvater öffnet gern sein altes Haus,
begrüßt mich an der Tür, reicht Tee oder Bier
und spricht mit mir, dem Jungen, über Goethe)
und sie sind tot, sie nehmen keinen Abschied mehr,
sie erinnern uns nie an das Sterben, das greuliche.
Mit den Lebenden ist es schwieriger zu leben,
immer im Aufbruch; mit Tränen in den Augen
mal sie, mal wir, stehend winkend am Gleis,
webend am Gewebe der Missgunst,
das das träge die Freundschaft mit Eis überfröstelt,
anspielend mit unsren leblosen Worten
auf das endgültige "Mach's gut", das abscheuliche.
Übersetzung Jaap Hoepelman Nov. 2023